Brücke, Rosengarten
Frankfurt/Oder


Sanierung und Verbreiterung der Brücke über die Anlage der
Deutschen Bahn AG im Zuge der Ortsverbindungsstrecke Rosengarten

mit VIC- Brücken und Ingenieurbau GmbH

Brandenburgischer Baukulturpreis 2009


Planungsbeginn September 2006
Baubeginn März 2007
Fertigstellung April 2009
Nutzung Straßenbrücke mit Fuß- und Radweg über Bahntrasse
Gesamtlänge 102,60 m
Spannweite 13,10 bis 15,25 m
Brückenbreite 9,54 m
max. Höhe über Grund ca. 20,00 m
Bauvolumen 3,0 Mio. EUR

 
Entwurf

Nach langwierigen Untersuchungen und vielen Diskussion konnten die Bedenken hinsichtlich einer weiteren Nutzung der Bestandsbrücke ausgeräumt und ein Konzept entwickelt werden, die bestehende Brücke trotz der großen Bauwerksschäden und der unzureichenden Fahrbahnbreite weiter zu nutzen und den neuzeitlichen Nutzungsanforderungen anzupassen. Der Bautypus der Bestandsbrücke, eine auf Halbkreisbögen aufbauende 5-feldrige Massivkonstruktion, ist bereits seit der Antike geläufig. Diese klassische Form wirkt trotz der massiven Stampfbetonkonstruktion elegant und stellt in einem tiefen Einschnitt liegend eine eindrucksvolle Landmarke dar. Sie wurde 1911-13 errichtet und nach einem Erdrutsch 1924-25 saniert. Seit 1992 ist sie in die Denkmalliste aufgenommen worden und stellt die älteste Brücke im Stadtgebiet Frankfurt/Oder dar.
Der neue Überbau wird deutlich ablesbar durch eine Schattenfuge von der bestehenden Brücke getrennt. Die I-Profile in Längsrichtung, die die Verbundplatte tragen, bilden schon aufgrund ihrer Ausformung die Schattenfuge: Konstruktion und Gestaltung ergänzen sich ideal. Die neuen Widerlager greifen über die Bestandsbrücke und verbinden alt und neu zu einem Bauwerk. Die horizontale Linienführung, die der neue Überbau thematisch anstimmt, wird durch das neue Abschlussgesims für die Bestandsbrücke und das Geländer verstärkt. Das Geländer ist markant als modernes Element herausgearbeitet und verstärkt den beabsichtigten Kontrast alt – neu. Der verbreiterte Handlauf setzt einen farblichen Akzent und bildet den oberen Abschluss des Bauwerks.