Echelsbacher Brücke
Berlin

mit Dr. Schütz Ingenieure, Kempten

2014


Entwurf

Das denkmalgeschützte Bauwerk der Echelsbacher Brücke über die bis zu 80 m tiefe Schlucht der Ammer erfüllt neben seiner bauhistorischen Bedeutung in wesentlichen Teilen die Anforderungen der aktuellen Wettbewerbsauslobung an den Schutz von Natur und Landschaft. Die für den Besucher gut dokumentierte Bauphase der Brücke zeigt eindrucksvoll die Vorteile der damals neu entwickelten Melan - Bauweise für eine ebenso effektive wie schonende Errichtung der Brücke mit dem Ergebnis einer homogenen Gliederung des empfindlichen Naturraumes.
 

Ziel des Entwurfes ist, den Fortschritt der Bautechnologie zu nutzen, um einerseits die postulierten Vorgaben zu erfüllen, andererseits die Qualitäten der Bestandsbrücke in ein modernes Bauwerk zu übertragen. Diverse Formstudien zeigten, dass eine Bogenkonstruktion deutliche Gestaltungsvorteile gegenüber anderen Konstruktionsarten aufweist, zumal der Erhalt des Bestandsbogens die Gefahr deutlicher Formkonkurrenzen in sich birgt.

Die gewählte Form des schlanken, abgesetzten Gewölbebogens, der den Bestandsbogen schützend überspannt, stellt eine optimierte Interpretation des bestehenden Tragwerks  dar. Die Verschlankung und Segmentierung der Elemente in der Längsansicht wird durch eine ruhigere, scheibenartige Ausbildung von Bogen und Stützen in Querrichtung in Verbindung mit der aussteifenden Fahrbahnplatte erreicht. Die Stützscheiben sind konisch mit einem doppeltrapezförmigen Querschnitt ausgeführt. Dies führt bei konstanter, schlanker Ansichtsfläche zu einer Aufweitung des Querschnitts bei wachsender Knicklänge und korrespondiert mit dem Dachprofil des Gewölbebogens in der Aufweitungszone am Kämpfer.

 
  Ansicht
 
Lageplan Geländerdetail