Elbbrücke am Standort Waldschlößchen
Dresden
1. Preis

mit Eisenloffel.Sattler+Partner Ingenieure, Berlin
und Sprenger Landschaftsarchitekten, Berlin

1997

Gesamtlänge 582,0 m
Brückenbreite 26,5 - 29,5 m
Bogenspannweite 145,0 m
Systemspannweiten im Vorland bis 45,0 m
Höhe Bogen über Fahrbahn 9,7 m
Höhe Fahrbahn über Wasser ca. 14,0 m
 
Entwurf

Die Gestaltung der Straßen-, Straßenbahn-, Fuß- und Radwegbrücke ist als moderne Interpretation der historischen Bogenbrücken Dresdens zu verstehen, ohne dass jedoch versucht wird diese nachzuahmen. Die Form ist zurückhaltend, nur die Elbquerung wird durch das Heraustreten des Bogens über die Brückenplatte inszeniert.

Das Bauwerk ordnet sich der Landschaft unter, schafft aber durch die plastisch gegliederte Untersicht einen spannenden architektonischen Ort und setzt über dem Fluss ein Zeichen.
Auf den Bogenfüßen und -Kämpfern angeordnete Treppenanlagen ermöglichen Fußgängern eine direkte Elbeüberquerung von den Uferwegen. An der Neustädter Seite wird der Verkehrszug in Tunnellage unter der Waldschlößchenstrasse weitergeführt. Die über dem Tunneleingang angeordnete Galerie ermöglicht Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Teilnehmern einen Ausblick über die Elbauen.
 
Tragwerk

Das Tragwerk der Brücke ist als Aneinanderreihung von Rahmensprengwerken vorgesehen, über dem Fluss werden zwei Sichelbögen für die größeren Spannweiten angeordnet. Der Überbau wird durch zwei kastenförmige Hauptträger getragen, die sich im Bereich der Abhängung vom Bogen, wo die Querträger als Haupttragwerk hervortreten, verjüngen. Die gespreizten Hängerpaare stabilisieren den Bogen seitlich, so dass sich die Bogenquerschnitte zur Mitte hin ebenfalls verjüngen lassen. Die Bauteilabmessungen können mit der gewählten Konstruktion minimiert werden und die Durchgangshöhe in den Elbauen optimiert werden.